Über mich

Etwa 1990 fand ich zum traditionellen Bogensport und baute mir meinen ersten Bogen aus Eschenholz.  Dieser war mir dann eines Tages nicht mehr stark genug, und so kaufte ich mir einen American Flatbow „Sky Trophy“ der Fa. Hoyt. Ein toller Bogen, mit dem ich daraufhin auch erfolgreich Turniere bestritt.

Es folgten einige Versuche solche modernen Langbögen selbst herzustellen, was sich aber als sehr „umständlich“ erwies. Die Formen ausschneiden, die teure Heizkiste bauen, die laute Bandscheifmaschine und vor allem der giftige Kleber und Feinstaub verdorben mir schnell wieder den Spaß daran.

Ich wechselte wieder zurück zum einfachen Holzbogenbau…naja ganz einfach nur insofern, das man nicht unbedingt Elektromaschinen benötigt. Im Prinzip reicht schon eine handliche Axt. Unerlässlich sind daneben aber auch Werkzeuge wie Zugmesser, Ziehhobel, Raspel, Ziehklinge etc. und natürlich viel Erfahrung.

Bei meinem Lieblingsdesign, dem klassischen Langbogen – ob als Stab- oder Flachbogen – bin ich nun geblieben. Manchmal biege ich auf Wunsch auch leichte Recurves in die äusseren Bogenenden. Der Langbogen übt auf mich eine besondere Faszination aus, er ist nicht nur bei der Pfeilgeschwindigkeit sehr weit vorne, sondern auch bei der Dauerhaftigkeit und Genauigkeit. Seit 1 Jahr teste ich sie auch erfolgreich mit Fastflightsehnen, dadurch werfen die Bögen noch einmal etwas schneller.

Zum Bau verwende ich hauptsächlich Hickory, Robinie, Eberesche, Hainbuche, Eibe und Hasel. Manchmal nehme ich auch andere Holzarten wie Gleditschie, Ulme, Wildkirsche und Wacholder.
Mit dem richtigen Design lassen sich daraus hervorragende, schnelle und dauerhafte Bögen machen.

Es bedarf natürlich regelmäßiger Übung um mit dem einfachen Bogen ohne Zielhilfen  zu treffen. Besonders wichtig ist die Pfeilabstimmung, und Übung macht bekanntlich den Meister. Aber wer will kann damit natürlich auch „nur“ seine Freizeit bereichern und sich körperlich und geistig fit halten.

Euer
Frank Rasper